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Reisetipps abseits des Reiseführers

Know-how, das selten im Reiseführer steht

Unterwegs sieht man täglich viele Dinge. Und dann gibt’s Erkenntnisse, die brennen sich ins Gedächtnis ein. Alles schwerst subjektive Wahrnehmungen natürlich, aber vielleicht helfen sie ja anderer Stelle mal. 6 Länder, 6 Tipps. Von Mexiko bis Südkorea. Bitte sehr, gerne geschehen.

1. MEXIKO

Wichtigstes Reiseutensil: Ohrenstöpsel.

Hintergrund: Egal, wo man sich in diesem wundervollen Land herumtreibt, eine Mariachi-Band, ein Schlagbohrhammer, ein Fliesenschneider oder ein Hund, der die ganze Nacht durch bellt, sind selten weit. Ich mag Mexiko. Sehr sogar. Seit meinem Aufenthalt hier weiß ich meine Ohrenstöpsel sehr zu schätzen.

 

2. BRASILIEN

Wichtigste Vorbereitung: Ein Crash-Kurs in Portugiesisch.

Ohne wird’s schwer. Und nur, damit wir uns richtig verstehen: Crashkurs heißt definitiv mehr, als „Bom dia“ (Guten Tag), „obrigado/a (Danke) und „Quanto custa“ (Wieviel kostet …?) unfallfrei sagen zu können.  

Hintergrund: Brasilianer lernen zwar in der Schule Englisch, aber sie vergessen es dann gerne wieder.

Immerhin ist Brasilien ist das fünftgrößte Land der Welt, da kann man schon mal ignorieren, dass es außerhalb noch andere Länder gibt, geschweige denn andere Sprachen.

Und nein, dort, wo sportliche Großevents wie die Fußball-WM oder die Olympischen Spiele statt gefunden haben, ist die Sache nicht besser. Ich habe in neun Monaten in Rio de Janeiro nur eine Handvoll Menschen getroffen, die auf „Você fala inglês?“ mit „Sim“ geantwortet haben (Sim ist übrigens keine SIM-Card, es heißt „Ja“ auf Portugiesisch). 

Alternative: Man besorgt sich eineApp, die für einen reden und übersetzen kann.

3. VIETNAM

Wichtigste Vorbereitung: Online-Bilder von schönen Klamotten sammeln.

Hintergrund: Vietnam ist das südostasiatische Mekka der Schneiderkunst.

Es gibt tolle Stoffmärkte und höchst versierte Näher und Näherinnen.

Damit diese aber wirklich zu ihrer Hochform auflaufen können, müssen sie wissen, was gewünscht ist. Zwar liegen in vielen Schneidereien Kataloge auf, manche haben sogar Tablet-Computer, aber die Entwürfe sind … nun ja, sie sind ein wenig altbacken und vielleicht nicht immer up to date. Darum: Immer, wenn man irgendwo im Internet oder auf Social Media ein Kleidungsstück sieht, das einem gefällt, abspeichern. Beim nächsten Vietnam-Trip kommt’s gelegen. Oder ein Lieblingsteil mitnehmen und dieses nachschneidern lassen. Ach ja, und wo wir schon dabei sind: Bitte keine engen Sachen in den Koffer packen. JEDER nimmt in Vietnam zu. Ich wiederhole: Jeder. Das Essen ist einfach zu gut.

 

 

4. SÜDKOREA

Wichtigste Vorbereitung: Stirn runzeln

Hintergrund: Südkorea ist in Sachen Botox und Filler wesentlich günstiger als Europa und die USA. Warum? Zum einen, weil der Beauty-Markt in Südkorea riesig ist (man denke an die vielen Wundercremen und Tuchmasken, die aus diesem Land kommen). Und wo viel Nachfrage ist, da findet meist auch eine große Preisschlacht statt.

Zum anderen produzieren gleich mehrere südkoreanische Hersteller Botox, das macht die Sache ebenfalls günstiger.

Ich gebe zu, diese Erkenntnis ist nicht für jedermann, aber ich stehe dazu: Ich hab mir in Seoul die Stirn glatt legen lassen und es nie bereut. Und nein, das hat nichts damit zu tun, dass ich falsche Schönheitsideale propagieren will oder mit dem Altern nicht gut klar komme. Jeder muss für sich wissen, was er tut. Ich wollte frischer und wie die 15-Jährige aussehen, als die ich mich fühle. Okay, wie die 25-Jährige vielleicht. Peace!

 

Ellie, meine südkoreanische Freundin, ist naturschön. Ich hab in ihrem Land ein klitzekleines bisschen nachhelfen lassen. No judgement. Wär zumindest schön.

5. GRIECHENLAND

Wichtigste Vorbereitung: sich Süßzeugs unterwegs verkneifen

Hintergrund: Die Griechen sind meiner Meinung nach die gastfreundlichsten Menschen der Welt.

Am Ende eines Restaurantbesuchs lässt sich kein Wirt lumpen – man kriegt immer einen gratis Raki und eine Süßspeise,

Oder zumindest etwas Obst. Soll heißen: Dessert erstmal nicht bestellen, das gibt’s quasi obendrauf. Und mehr hat man davon, wenn man nicht untertags schon die ganze Zeit Süßzeug schnabuliert hat. 

6. INDIEN 

Wichtigste Vorbereitung: genug Frauen-Hygieneprodukte mitnehmen

Hintergrund: Einfach mal in eine Drogerie spazieren und nach Tampons oder nach einer Menstruationstasse verlangen?

In Indien unmöglich. Ich habe das Zeug NIRGENDWO entdeckt.

Was schon mal damit anfängt, dass ich kaum Drogerien gesehen habe. Also: aufstocken. Und wo wir schon dabei sind, die Reiseapotheke mit Mittelchen gegen Pilz- und Blaseninfektionen aufzurüsten, kann auch nicht schaden. In vielen Teilen Indiens ist es knalleheiß, das mögen Pilze.

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